Donnerstag, 31. Juli 2008

July, 22 - 25 - week 1: Work hard. Play hard

...ist sowas wie die Firmenphilosophie hier und bedeutet soviel wie:
"Work hard, play hard is a corporate cultural philosophy that hard work should be rewarded with fun activities. [Wiki]"

In diesem Sinne verlief auch meine erste Arbeitswoche:
Nachdem die Orientierung am 1. Tag ja sehr relaxed ablief, traf ich mich am Dienstag morgen mit meinem direkten Manager = Vorgesetzten, der by the way schwer in Ordnung ist (seines Zeichens Mexikaner ;-)

Nach einer rund 30 minütigen Einführung und allgemeinem blabla, bin ich allerdings gleich mit jeder Menge Arbeit eingedeckt worden --> ~100 Seiten technischer Doku zum Einlesen, bzw. experimentieren mit Dingen, von denen ich momentan noch wenig Ahnung habe *g* - nichtsdestotrotz aber ein sehr interessantes Themengebiet...

(am Pic: links mein Office-Kollege, rechts mein (Ex-) Appartmentkollege)

Was ich da genau mache? Hmm - eine (sehr vereinfachte) Jobbeschreibung könnte in etwa so lauten:
Damit du und ich mit Handys telefonieren können, bedarf es zahlreicher Funkstationen. Um z.B. die besten Standorte und Reichweiten dieser "Basisstationen" ausfindig machen zu können, sind umfangreiche Computersimulationen notwendig. Da die detaillierte Nachbildung dieser Mobilfunk-Umgebung im Computer äußerst komplex und rechenintensiv ist, laufen solche Simulationen oft wochenlang. Meine konkrete Aufgabe ist es nun zu versuchen, diese Simulationen entscheidend zu beschleunigen...

Und für die etwas mehr technik-versierten Blogleser:
Den Mobilfunk-Simulatoren soll Beine gemacht werden, indem das enorme Potential heutiger Grafikkarten (zahlreiche parallele Threads und Multiprozessoren) ausgenutzt werden soll, um die Anwendung massiv zu parallelisieren...
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Auf der Fun-Seite gibt's natürlich auch jede Menge zu berichten:

Jede Menge Sportmöglichkeiten wie Beachvolleyball-/Basketball- oder Tennisplätze, dazu ein Fitnessstudio in fast jedem zweiten Gebäude + einem Pool im Untergeschoß meines Nebengebäudes - all das lässt sich am Firmencampus finden (benefit #4 - #?...ich hab zu zählen aufgehört).

Mein persönliches Highlight war aber natürlich die Antwort auf meine zufällig gestellte Frage beim Mittagessen, ob jemand meiner Arbeitskollegen vllt Wuzeln könne --> die Antwort darauf war zwar ein Nein, dank deren Hilfe konnte ich aber folgende folgenschwere Entdeckung machen:


Correcto - ein Wuzeltisch, oder hier besser bekannt unter "foosball" (@Froschi: Marke "Tornado") befindet sich direkt in unserem Pausenraum. Genau genommen sind's gebäudeweit deren sogar zwei, dazu noch ein Tischtennistisch. Der Pausen-Zeitvertreib war demnach ein für alle mal sichergestellt ;-)


Neben all diesen Sportmöglichkeiten werden den Interns laufend andere Aktivitäten/Events angeboten - mehr vom ersten dieser Events beim nächsten Mal...

--> Jedenfalls findet sich die Firma ja nicht umsonst seit vielen Jahren in der Top10-Liste der "Best Companies To Work For" in den USA wieder <--

Dienstag, 29. Juli 2008

July, 29: week 2, tuesday - The Earthquake

Eigentlich wollt ich ja heut näheres zur Firma und meinen zugeteilten Tätigkeiten schreiben, aus aktuellem Anlass verschieb ich das aber auf morgen:

Heut wurd ich nämlich (unfreiwillig) Zeuge eines kleinen Erdbebens. Wir warn grad in unserem Büro im 5. Stock, als um 11:42 das Gebäude gezittert hat. Nur relativ leicht wohlgemerkt, sodass ich mir anfangs nicht sicher war, ob's wirklich ein Beben ist - als es kurz darauf aber nochmals für ca. 5 sec gebebt hat, war die Situation schon klarer. Insofern sind wir dann die Stufen runter und haben draußen die Situation mal kurz abgewartet - die meisten Leute schienen es aber ohnehin zu ignorieren, und so haben auch wir die Arbeit nach 5 mins wieder fortgesetzt...letztendlich also nicht weiter aufregend. Dennoch eine ganz interessante Erfahrung - zumal es ja gottseidank keine Verletzten oder gröbere Schäden gab.

Nichtsdestotrotz war's - wie sich später herausstellte - immerhin das stärkste Beben seit '94 in der Region (an und für sich gibt's in Kalifornien ja um die 10.000 (sehr kleine) Beben pro Jahr, da hier genau die pazifische und die nordamerikanische Platte aufeinander treffen). Das Epizentrum war dabei rund 170 km nördlich von San Diego und hatte immerhin die Stärke 5,4 - siehe Google Maps
Größere Kartenansicht.

Für nähere Facts siehe News auf www.orf.at ("Südkalifornien von Erdbeben erschüttert") oder ein Video von Zeugenberichten bzw. ein Statement von Arnie auf SignOnSanDiego.com

Soviel dazu - morgen dann wieder back to usual mit der Nachlieferung des Berichts aus Arbeitswoche #1.

Sonntag, 27. Juli 2008

July, 22: Day 4 - New Appartment

Gestern bin ich also vom Hotel in mein neues Appartment übersiedelt - dem "Regents La Jolla":


Das von der Fa. gesponserte Appartment (= benefit #3) ist für 2 Personen ausgelegt (my roommate is from India) und voll möbliert:

riesengroß, getrennte Schlaf- und Badezimmer, gemeinsames Wohnzimmer, Esszimmer u. Küche. Und - diese Info dürfte speziell für Maximilian interessant sein - die Küche ist mit einem großen eiswürfelfähigen Kühlschrank ausgestattet *prost*.


Neben diesen Annehmlichkeiten In der Wohnung gibt's draußen noch jede Menge anderer netter Einrichtungen, wie dem Pool, dem Fitness-Center oder dem Mini-Cinema:


Alles in allem übertrifft das Appartment bei weitem meine Erwartungen/Anforderungen und gleicht eher einer Luxusabsteige --> es lässt sich also durchaus 'ne Weile aushalten hier ;-)

Als zusätzlichen Service werden wir täglich mit 'nem Firmenshuttle von und zur Firma gebracht (ca. 5 km). Morgens um 08:20, 09:20 oder 10:20 - wobei ich als geborener Frühaufsteher (*lol*) sogar immer vom ersten Shuttle Gebrauch mache *michSelberAuslach*!
Abends werden wir dann wieder um 17, 18 oder 19 Uhr zu Hause abgesetzt. Mehr zum ersten "echten" Arbeitstag bzw. -/woche aber im morgigen Blogeintrag!

Samstag, 26. Juli 2008

July, 21: Day 3 - First working day

Montag morgen. Erster Arbeitstag. Es wird also ernst. Oder wie sich später herausstellte, (noch) nicht wirklich ;-) Was an dem vorbildlichen Programm - genannt Orientierung - liegt, das alle neuen Mitarbeiter an ihrem ersten Arbeitstag durchlaufen müssen/dürfen.


Wie das vor ein paar Wochen erhaltene und oben dargestellte Mail nämlich versprochen hat, sollte der erste Arbeitstag nur von kurzer Dauer sein. Treffpunkt war also erst um 10 Uhr - zusammen mit allen anderen an diesem Tag startenden Interns (= Praktikanten) stand erst mal ein gemeinsames Frühstück am Programm. In dieser Woche waren wir übrigens nur mehr 4 neue Praktikanten (im Gegensatz zu den Vorwochen, wo wöchentlich rund 70 Neulinge zum Zug kamen).

Neben einer Infomappe mit auszufüllenden Formularen war übrigens das erste, was ich von meinem Arbeitgeber erhalten sollte, dieses Strandtuch + T-Shirt:


Außerdem gab's so ne Art "Gutschein", der jeden Intern zu einem Surfkurs oder einer Bike- bzw. Kayaktour mit den anderen Interns berechtigt *yeah* (benefit #2). Quasi als "Icebreaker" zum Aufwärmen spielten wir 4 Neuankömmlinge dann erst mal ein kleines Logik-/Geschicklichkeitsspiel auf der Nintendo Wii-Spielkonsole gegeneinander.

Nach einem kurzen "offiziellen Part", wo uns ein paar grundlegende Infos zur Firma und ihren verschiedenen Abteilungen vermittelt wurden, haben wir mit dem Campus-Shuttle eine Runde am Firmengelände gedreht:


Vllt nur ein paar Zahlen, um eine Vorstellung von dem Riesenkomplex zu kriegen: Qualcomm (QC) beschäftigt weltweit rund 14.000 Mitarbeiter, davon 10.000 alleine hier in San Diego. Untergebracht sind diese in ~40 mehr oder minder riesigen Gebäuden. Dazu kommen noch um die 600 Interns, die so wie ich grad ihr Praktikum in SD machen.

Den (perfekten) 1. Arbeitstag rundete dann ein gemeinsames Lunch ab - sponsored by QC of course. Und so endete um 13 Uhr Arbeitstag #1 für uns auch schon wieder.

Den restlichen Tag verbrachte ich dann damit, vom Hotel in mein Appartment umzuziehen und es mir dort bequem zu machen...aber das ist wieder eine andere Geschichte!

by LETsch

Mittwoch, 23. Juli 2008

July, 19: Day 1 - The day of Departure

Rund ein Jahr nach der ersten Kontaktaufnahme zwecks Jobbewerbung, fünf technischen Telefoninterviews für insgesamt drei Positionen später, sowie unzählig investierten Stunden für organisatorische Sachen wie E-Mail-Verkehr oder Formulare ausfüllen (Verträge, Visa, Wohnung,...), war es Samstags endlich soweit: mein Flug nach San Diego/Kalifornien/USA stand am Programm.


Die erste Teilstrecke war der Kurzflug von Linz nach München. Mein neuer Arbeitgeber ließ es sich auch nicht nehmen, mir einen Platz in der Business-Class zu reservieren (benefit #1). Neben vorzüglichem Essen, reduzierten Warteschlangen, erlaubtem Übergepäck und Zugang zu den Business-Lounges in den Flughäfen heißt das vor allem eines: jede Menge Platz im Flieger.

Tschnuth und meine Wenigkeit können von knappen Sitzabständen ja schon ein Lied singen - sei es vom China-Flug im letzten Jahr, oder vom gemeinsamen Trip nach London mit unserer "Lieblingsfluglinie" RyanAir vor ein paar Wochen :-(

Auch wenn's auf dem Bild nur schwer erkennbar ist: speziell für Tschnuth daher folgender Nachweis der zur Verfügung stehenden Beinfreiheit - der Sitz konnte auf Knopfdruck in eine vollständig horizontale Position gebracht werden, oder aber nur in die "Relax-Position" mit eingebauter Massage-Funktion *g* - trotz der Flugdauer von knapp 12 h von München nach San Francisco war's also ein sehr entspannter Hinflug (wenn man die ersten paar Stunden, auf denen ich mich zunehmends noch von der Beachparty des Vortages regenerieren musste, mal ausklammert). Und so blieb die einzige Unbekannte an Bord dieses Fluges die Tatsache, dass der Flieger von einer Frau gesteuert wurde ;-)


(Wider Erwarten) sicher gelandet auf US-Boden, ließen es sich die US-Behörden nicht nehmen die Gelegenheit am Schopf zu packen und meine Fingerabdrücke erneut in deren Datenbank zu verewigen. Alles in allem war's aber eine recht problemlose Einreise, und so kam ich auch ohne Probleme zum Anschlussflug für mein letztes Teilstück zurecht - nämlich von San Francisco im Norden Kaliforniens nach San Diego ganz im Süden.


Lange Rede kurzer Sinn: nach 2 mal umsteigen und insg. rund 18 h Reise bin abends so gegen 22 Uhr local time (-9 h Zeitdifferenz zu Österreich = GMT - 8h) in San Diego gelandet. Mit dem Taxi ging's dann ab ins Marriott Hotel, in dem ich die ersten beiden Nächte verbringen sollte...


by LETsch

LETsch @ California 2008

Nachdem ich mein Studium "Mobile Computing" nach 5 Jahren in Hagenberg abgeschlossen habe, verbringe ich die kommenden 4 Monate in good old California, um ein Praktikum in DER Telekommunikationsfirma - seines Zeichens Weltmarktführer bei der Entwicklung von UMTS-Handychips - zu machen. Alles was dabei so rundherum passiert, könnt ihr in diesem Blog mitverfolgen.

by LETsch


P.S.: der Blog dient quasi als Fortsetzung zum Vorjahres-Blog aus China - damals noch mit meinem Kollegen Michael Tschernuth unterwegs (daher der Name LeTsch), bin ich diesmal ganz auf mich allein gestellt (nun reduziert zu LETsch) - wobei mir Tschnuth wohl schon bald - nämlich vor allem in wuzel-(jausengegner)-technischer hinsicht - abgehen wird *g*
P.P.S.: rege Kommentar-Teilnahme ausdrücklich erwünscht ;-)